Home
Die Ordination
Aktuelles
Archiv
Eigene
"Viechereien"
Tipps
Fotogalerie
Anfahrt/
Bad Goisern
Kontakt/
Newsletter
Impressum


Eigene "Viechereien"

Was macht ein Känguru auf einem Tierarzt-Logo?
Und dazu ein Bergschuh?
Meine Kunden haben es leicht, dies zu verbinden und zu verstehen.

Sie wissen nämlich, dass ich schon jahrelang Kängurus halte und züchte. Es sind ganz liebe und ruhige Tiere. Unter den Exoten vielleicht eine der leichtesten zu haltenden Tiere - wenn alles passt! Ansprüche ans Futter stellen sie wie unsere heimischen Ziegen, aber auch wählerisch können sie sein.

Ach ja, der Bergschuh ist der "Goiserer",
der berühmte und weltbekannte Schuh aus meiner Heimat!
(Mehr dazu finden Sie unter
www.goiserer.at)



Wer sie hier so freundlich einlädt ist unsere Jenny, eine Britisch Kurzhaar, auch Karthäuser früher genannt. Eine kastrierte Dame mit einem wirklich sehr dichtem, samtigen Fell.


Billy - der Schreihals in der Familie. Ohne ihr kann nicht gegessen werden, sonst hört man das eigene Wort nicht mehr. Sie ist ein afrikanischer Goiserer bzw. ein goiserischer Afrikaner - sie ist bei uns auf die Welt gekommen. Und dementsprechend selbstbewußt verhält sie sich.


Wanda - unsere Königspudeldame, uneingeschränkter Liebling der Kinder. Eigentlich könnte sie von Beruf Suchhund sein - sie findet jedes Stückerl Schokolade !


Bennett-Kängurus (Wallabia rufogrisea - red necked wallaby) wohnhaft bei Tierarztfamilie Hofbauer, Reitern/Bad Goisern

Ein Artikel aus der "Neuen Dachsteinpost"

Unter den Exoten ist das etwa kitzgroße Bennettkänguru eine relativ unkompliziert zu haltende Tierart. Dennoch erfordert die Anschaffung reifliche Überlegung und exakte Vorbereitungen . Die putzigen Tierchen, die auch in freier Wildbahn in Rudeln leben, sollten niemals alleine gehalten werden. Sie müssen über ein sicher abgetrenntes, ausreichend großes Gehege verfügen können. Dieses muss nicht nur Auslauf bieten, sondern auch eine trockene Unterkunft, windgeschützte Plätze und eine "private" Rückzugsmöglichkeit für die grundsätzlich scheuen Wildtiere.

Vielleicht etwas überraschend ist die Tatsache, dass die klimatisch Bedingungen unserer Breiten für die Haltung bestens geeignet sind. Sie entsprechen ganz den Verhältnissen heimatlicher Gefilde im südlichen Australien bzw. Neuseeland. In Schnee und Eis springen die Bennettkängurus ebenso fröhlich umher wie in der sommerlichen Wiese.

Relativ einfach ist auch die Fütterung. Das Nahrungsangebot entspricht in etwa einer heimischen Ziege: Heu, Gras, Silage, Karotten, Äpfel, Getreide als Kraftfutter ebenso wie altes Brot, Reis und Kartoffeln. Als besondere Delikatessen haben Dr. Hofbauers "Bennie, Babsi und Co" Endiviensalat und die Zweige von Trauerweide und Feuerdorn entdeckt. Außerdem knabbern Kängurus sehr gerne und haben einen nicht zu unterschätzenden Wasserbedarf .
Neben den ohnedies selbstverständlichen tierärztlichen Standard (Entwurmung usw.) sind sie pflegeleichte Wildtiere: das Gehege ist schnell ausgemistet, die Tiere selbst rasch mit Futter versorgt. Zeitaufwand und finanzieller Aufwand halten sich also in Grenzen. Um so mehr erhält man Lohn und Dank zurück.

Für Dr. Hofbauer war die Fremdartigkeit der possierlichen Beuteltiere ausschlaggebend für die Anschaffung. Nicht als Streicheltier und Hausgefährten hat er Bennett-Kängurus in seine Familie aufgenommen, sondern als faszinierende Beobachtungsobjekte für den "privaten Verhaltensforscher".
Interessant, spannend, unterhaltsam und niemals langweilig ist es, ihr Einzelverhalten , die Gruppendynamik , vor allem aber die Entwicklung eines jungen Kängurus zu studieren.

Den Geburtstag eines Kängurus anzugeben fällt schwer, wenn man bedenkt, dass es als embryonales Würmchen bereits nach ca. 24 Tagen den Mutterleib verlässt, um - einer Duftspur folgend - in den mütterlichen Beutel zu übersiedeln. Wenn es diese gefährlichsten Augenblicke seines Lebens erfolgreich gemeistert hat, reift es hier, an einer Zitze "angedockt ", bis zu seiner kindlichen Größe. Nackt und rosig lugt es zuerst aus dem Beutel hervor, den die Mutter als tabuisierte Privatsphäre behandelt; auch der Vater hat hier keinen Einblick. Zwischen Mai und Juni verlässt das Junge den Beutel für erste Gehversuche und kehrt mit zunehmender Reife und auch zunehmenden Gewicht im Juli oder August nicht mehr in ihn zurück. Im heurigen Sommer dürfen sich die Hobby-Verhaltensforscher im Hause Hofbauer sogar über zweifachen Nachwuchs freuen, um erstmals Kommunikation und Spielverhalten der Kängurukinder zu beobachten.

Für Dr. Hofbauer erfüllen seine Bennett-Kängurus nicht nur die unbestrittenen Vorzüge, lieb, leise und zur Zucht bestens geeignet zu sein, sondern sind als Logo seiner Tierartpraxis zu seinem weithin bekannten Markenzeichen geworden. Auch als Biorasenmäher sind einsetzbar, aber durch ihre Neugierde und unbändige Knabberlust nur bedingt geeignet..

SchwaKi - Sohn von Wanda, ein richtiger Großpudel, ein richtiger Hund: ausgeglichen, ruhig und wachsam. Wedelt jeden Konkurrenten nieder :-) :-)


Pablo - unser Graupapagei. Verhält sich aber wie ein Kreuzschnabel - mit Vorliebe zerlegt sie Zapfen von Fichte oder Tanne, aber auch Vorhangkarniesen eigenen sich dazu !.


Aquarienfische - die genaue Anzahl ist hier nicht so genau zu sagen, eher die Anzahl der Aquarien. Die Domäne unseres Filius.


Wildtiere - eigentlich nur temporäre Gäste. Sie sollen so schnell wie möglich in ihre angestammte Heimat - in die Natur


Austria statt Australia

Ein Artikel aus "Herz für Tiere"

Heute schon gestaunt?

Familie Hofbauer aus dem österreichischen Bad Goisern ist es längst gewöhnt, dass Zaungäste an ihrem Garten vorbeischlendern, ihren Augen nicht trauen und stehen bleiben. Was sie so stutzig macht?

- Im Garten von Tierarzt Karl Hofbauer springen fünf Tiere, die man eher am anderen Ende der Welt, in Australien, vermuten würde. Bennie, Babsi & Co sind quietschvergnügte Bennett-Kängurus (Wallabia rufogrisea), die bei den Hofbauers leben. Ob die Exoten denn nicht frieren, ist die im Winter am häufigsten gestellte Frage von neugierigen Spaziergängern. "Keineswegs", weiß Karl Hofbauer, "denn nicht alle Kängurus sind Sonnenanbeter."
"Australien und Neuseeland", erklärt er, "bestehen nicht nur aus heißen Klimazonen - und die Bennetts kommen eben aus einer Gegend, die klimatisch, was Sommer- und Wintertemperaturen anbelangt, mit unseren Bedingungen identisch ist." Außerdem haben die Bennetts ein besonders dichtes Fell, sie fühlen sich auch im Schnee wohl.

Karl Hofbauer liebt, es seine Tiere einfach nur zu beobachten, denn diese Kängurus sind keine ausgesprochenen Streicheltiere ". Der Hobby-Verhaltensforscher weiß auch aus beruflicher Erfahrung, wie er mit den Wildtieren artgerecht umgehen muss.


Last updated 06.08.2003 • © Tierambulanz Bad Goisern, Dipl. Tierarzt K. Hofbauer • A-4822 Bad Goisern • ordination@tierambulanz.net